Viele Floristen starten mit Excel. Manche bleiben dabei, bis es zu spät ist. Hier ist warum — und was der Unterschied bedeutet.

Excel ist das meistgenutzte Verwaltungswerkzeug in kleinen Blumenfachgeschäften. Es ist kostenlos, jeder kann es, und es ist unglaublich flexibel. Diese Flexibilität ist auch sein größtes Problem.

Problem 1: Keine Verbindung zwischen den Daten

In Excel hast du eine Tabelle für die Dispo, eine für Artikel, eine für Bestellungen, eine für Prämien. Keine davon weiß von der anderen.

Das bedeutet: Wenn du einen Preis in der Artikelliste änderst, ändert er sich nicht in der Dispo. Wenn du eine Bestellung einträgst, fließt sie nicht in die Auswertung. Du pflegst dieselbe Information fünfmal — und jede Version kann falsch sein.

Problem 2: Preisschilder und Bestand existieren nicht

Mit Excel kannst du keine Preisschilder drucken, die wirklich gut aussehen. Du kannst keinen Bestand pro Filiale führen, der sich automatisch aktualisiert. Du kannst keinen EAN-Barcode einlesen.

Das klingt wie Kleinigkeiten, ist es aber nicht: Die Auszeichnung von Ware und die Bestandsführung sind täglich wiederkehrende Aufgaben. Jede Minute, die du dabei verlierst, kostet Geld.

Problem 3: Mobile Nutzung funktioniert nicht

Floristen sitzen selten am Schreibtisch. Bestandserfassung passiert am Regal. Bestellungen werden am Telefon aufgenommen. Preisreduzierungen passieren an der Theke.

Excel auf dem Handy ist unbenutzbar für diese Aufgaben. Eine Touch-optimierte Web-App ist für dieselbe Aufgabe in einem Bruchteil der Zeit erledigt.

Problem 4: Keine Auswertung, die etwas bringt

Du kannst mit Excel Pivot-Tabellen bauen und Formeln schreiben. Aber wer macht das wirklich, nach einem 10-Stunden-Arbeitstag?

Die meisten Excel-Blätter in Blumenfachgeschäften haben keine Formeln. Sie sind Listensammlungen — und als solche nützlich, aber weit davon entfernt, Entscheidungen zu unterstützen.

Was den Unterschied ausmacht

Eine gute Floristik-Software verbindet, was zusammengehört: Die Dispo kennt die Artikelpreise. Der Bestand wird automatisch beim Einbuchen aktualisiert. Bestellungen fließen in die Tagesauswertung. Prämien werden beim Speichern eines Straußes mitberechnet.

Das spart keine fünf Minuten pro Tag — es spart eine Stunde. Und es macht die Entscheidungen besser, weil die Zahlen stimmen.

Wann Excel trotzdem sinnvoll ist

Für spezifische Einmalauswertungen, für das Importieren von Artikellisten, für den schnellen Überblick über Lieferantenkonditionen — da ist Excel nach wie vor ein gutes Werkzeug. Es ist kein Konkurrent zu einer Floristik-Software, sondern eine Ergänzung für die Aufgaben, die eine Software nicht übernimmt.

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