Das Preisschild ist das letzte Verkaufsgespräch vor der Entscheidung des Kunden. Es sollte etwas zu sagen haben.
Ein Preisschild hat nur wenige Sekunden. In dieser Zeit muss es die wichtigsten Fragen beantworten: Was ist das? Was kostet es? Warum lohnt es sich?
Die meisten Preisschilder in Blumenfachgeschäften beantworten nur die erste Frage. Ein paar beantworten auch die zweite. Die dritte bleibt fast immer offen.
Was auf ein gutes Preisschild gehört
Pflicht:
- Name der Pflanze/Blume — so wie deine Kunden sie nennen würden
- Preis — groß, lesbar, mit Einheit (pro Stiel, pro Bund, pro Stück)
Empfehlung:
- Lateinischer Name — für Kunden, die ihn kennen, ist er ein Qualitätssignal; andere ignorieren ihn einfach
- Herkunft oder Besonderheit — „Regional aus dem Alten Land" ist besser als kein Kontext
- Pflegehinweis — ein kurzer Satz erhöht die Kundenzufriedenheit nach dem Kauf
Badges: Wenn ein Wort mehr sagt als ein Satz
„Regional" auf einem Preisschild ist kein Marketingtrick — es ist eine Information, die viele Kunden aktiv suchen. Das Gleiche gilt für „Handgemacht", „Bio", „Saisonal" oder „Aus dem eigenen Garten".
Ein kleines Icon oder ein farbiger Punkt, der diese Eigenschaft kommuniziert, braucht keine weitere Erklärung. Kunden verstehen es sofort, und es verändert die Kaufentscheidung.
Design: Warum es auf die Umgebung ankommt
Ein Preisschild, das in einem rustikalen Landladenkonzept gut aussieht, wirkt in einem urban-minimalistischen Geschäft falsch — und umgekehrt. Das Design der Preisschilder sollte zur Einrichtung und zur Positionierung des Ladens passen.
Drei Grundrichtungen:
- Boutique/Edel: Serifenschrift, viel Weiß, dezente Elemente — für Betriebe mit hochpreisiger Positionierung
- Ladenregal/Klar: Große Schrift, starke Kontraste, schnell lesbar — für Orte mit viel Kundendurchlauf
- Minimal: Nur das Wesentliche, für reduzierte Ästhetik
Der QR-Code: Mehr als ein Trend
Ein QR-Code auf dem Preisschild, der zu Pflegehinweisen führt, löst ein echtes Problem: Kunden fragen oft nach der Pflege — aber nicht immer, wenn jemand Zeit hat. Ein QR-Code gibt die Antwort dann, wenn der Kunde sie braucht: zu Hause, nachdem die Blumen in der Vase stehen.
Die Hürde ist niedriger als viele denken: Pflegehinweise einmal eintippen, QR-Code auf dem Schild platzieren, fertig. Kein eigenes Hosting nötig, wenn der QR-Code zu einer bestehenden Seite führt.
Preisschilder und Markenidentität
Das Preisschild ist oft das einzige physische Objekt, das jeder Kunde in die Hand nimmt oder zumindest ansieht. Es ist ein Markenkontaktpunkt — und sollte wie einer behandelt werden: konsistent, gepflegt, mit Logo und im richtigen Design.
Wer Preisschilder aus der Disposition direkt druckt, hat einen Vorteil: Die Schilder sind immer aktuell, immer im gleichen Design, und nie ausgedruckt auf dem Zettel der letzten Woche.
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