Das iPad ist nicht das bessere Laptop. Es ist ein anderes Werkzeug — für andere Aufgaben, an anderen Orten.

Das iPad ist seit einigen Jahren in vielen Blumenfachgeschäften angekommen. Mal als Kassenersatz, mal als Dispo-Gerät, mal als Kamera für Bestellfotos. Die Erfahrungen sind gemischt — weil das Gerät allein nichts verändert. Erst die richtige Software macht den Unterschied.

Was Touch im Laden anders macht

Der entscheidende Unterschied zwischen einem iPad und einem Laptop ist nicht die Bildschirmgröße. Es ist die Abwesenheit der Tastatur.

Eine Tastatur bedeutet: Du brauchst eine Arbeitsfläche. Du musst dich hinsetzen oder das Gerät abstellen. Für Aufgaben am Schreibtisch ist das kein Problem. Für Bestandserfassung am Regal, Preisreduzierungen an der Theke oder das Einbuchen frischer Ware ist es eine ständige Unterbrechung.

Touch löst das. Du nimmst das iPad in die Hand, tippst mit dem Daumen auf das Plus-Symbol, erhöhst den Bestand. Fertig, weiter zur nächsten Pflanze.

Bestandserfassung: Wo Touch glänzt

Die Bestandserfassung ist die Aufgabe, die am meisten von Touch profitiert. Du gehst mit dem iPad durch den Laden, von Regal zu Regal. Für jeden Artikel:

  1. Artikel suchen oder EAN scannen (über die Kamera)
  2. Menge mit + / – einstellen
  3. Weiter

Was früher eine Stunde mit Klemmbrett und späterer PC-Übertragung war, dauert mit einem Touch-optimierten System 20 Minuten — und das Ergebnis ist direkt im System, ohne Übertragungsfehler.

Preisreduzierungen: Schnell, dokumentiert, druckbar

Donnerstagnachmittag, Schnittblumen die nicht mehr frisch genug für den Freitag sind. Früher: Aufkleber schreiben, Preis halbieren, hoffen dass es noch jemand kauft.

Mit dem iPad: Artikel scannen, neuen Preis oder Prozent eingeben, Grund auswählen, speichern, reduziertes Schild drucken. Drei Minuten für fünf Artikel. Der Verlust ist dokumentiert, der Grund ist festgehalten, die Auswertung weiß davon.

Wo die Grenzen sind

Das iPad ist kein Ersatz für einen Desktop-PC bei bestimmten Aufgaben:

  • Größere Texteingaben: Preislisten schreiben, lange Notizen, komplexe Bestellungen mit vielen Positionen — da ist eine Tastatur schneller.
  • Druckereinrichtung: Drucker einrichten und Verbindungsprobleme lösen ist am PC einfacher.
  • Buchhaltung und Steuer: Für diese Aufgaben braucht es sowieso andere Software.

Das iPad als zweites Gerät

Die beste Kombination in einem Blumenfachgeschäft: Ein Desktop oder Laptop für die Büroaufgaben (Bestellungen schreiben, Auswertung lesen, Buchhaltung), und ein oder zwei iPads für den Laden (Bestand, Reduzierungen, Bestellungen aufnehmen).

Wer beides in einer Software verbindet, die auf beiden Geräten gleich gut funktioniert, bekommt das Beste aus beiden Welten.

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