Ein Notizbuch, drei Kolleginnen und zehn Bestellungen — das kann funktionieren. Bis es nicht mehr funktioniert.

Der Anruf kommt immer zur falschen Zeit. Zwischen zwei Kunden, während die Werkstatt ruft, wenn gerade die Lieferung kommt. In 30 Sekunden muss die Bestellung aufgenommen sein — vollständig, korrekt, auffindbar.

Was bei Bestellungen schiefgehen kann

Die häufigsten Probleme bei der Bestellverwaltung in Blumenfachgeschäften:

  • Die Bestellung wurde aufgenommen, aber nur von einer Person. Die anderen wissen nichts davon.
  • Der Termin ist notiert, aber nicht wann und wer es abholt oder ob es geliefert wird.
  • Der Preis wurde besprochen, aber nicht festgehalten. Der Kunde erinnert sich anders.
  • Die Anzahlung ist eingegangen, aber der Restbetrag wird vergessen.

Jedes dieser Probleme passiert in jedem Betrieb. Die Frage ist, wie oft — und was es kostet.

Was eine gute Bestellverwaltung leisten muss

Eine Bestellverwaltung muss fünf Dinge gleichzeitig können:

  1. Schnell erfassen: In 30 Sekunden ausgefüllt, ohne dabei den Kunden am Telefon warten zu lassen.
  2. Für alle sichtbar: Jede Mitarbeiterin sieht alle Bestellungen, ohne eine andere fragen zu müssen.
  3. Mit dem Status verbunden: Bestellt → In Arbeit → Abholbereit / Unterwegs → Abgeschlossen.
  4. Druckbar für die Werkstatt: Ein Zettel mit Positionen, Termin und Restbetrag — nicht ein Screenshot vom Handy.
  5. Mit Bestätigung für den Kunden: Eine Mail mit den Positionen und dem Abholort hält Missverständnisse vom Telefon fern.

Abholung vs. Lieferung: Unterschiedliche Anforderungen

Bei Abholbestellungen braucht der Kunde zu wissen: wann, wo, was, wie viel. Bei Lieferungen kommt die Adresse dazu — und die Frage, ob der Betrag vor oder nach der Lieferung bezahlt wird.

Viele Betriebe behandeln beides gleich. Das funktioniert für einfache Fälle, führt aber bei Lieferungen regelmäßig zu Problemen: fehlende Adresse, ungeklärte Lieferkosten, Missverständnisse über die Bezahlung.

Wiederkehrende Bestellungen: Einmal anlegen, immer wiederkehren

Bürosträuße für Hotels, Pflegeheime oder Firmenkunden kommen oft wöchentlich oder monatlich. Wer diese Bestellungen jedes Mal neu anlegt, verschwendet Zeit. Wer eine „Wiederholen"-Funktion nutzt, legt einmal an und vergisst es.

Das klingt wie ein kleines Detail. Bei drei bis vier Stammkunden mit regelmäßigen Bestellungen macht es 30–40 Minuten pro Woche aus.

Der Auftragszettel: Die Verbindung zur Werkstatt

Die Werkstatt braucht andere Informationen als der Verkauf. Kein langer Bildschirm, kein Klicken — ein Zettel, der gedruckt wird, an der Werkstattwand hängt, und am Ende abgehakt wird.

Ein guter Auftragszettel enthält: Kundenname und Telefonnummer, Abhol- oder Liefertermin, Positionen, Restbetrag und Notizen. Nicht mehr.

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