Ein Straußkalkulator beantwortet eine einfache Frage: Was muss dieser Strauß kosten, damit er sich lohnt? Die Antwort hängt an drei Dingen: dem Material, das hineingeht, der Arbeit, die er macht, und dem Preis, den dein Laden am Markt durchsetzen kann. Dieser Leitfaden zeigt, wie du diese drei Bausteine sauber trennst — und wie FlowerTag sie dir abnimmt.
Was ein guter Straußkalkulator leisten muss
Excel-Tabellen funktionieren, bis sich ein Einkaufspreis ändert oder eine Floristin sie versehentlich überschreibt. Ein Kalkulator in einer Fachsoftware hat gegenüber der Tabelle vier Vorteile:
- Eine Preisquelle. Artikel und Einkaufspreise kommen aus derselben Datenbank wie in Dispo und Preisschildern.
- Nachvollziehbare Schritte. Material, Rabatt, Arbeitszeit und Ergebnis stehen untereinander wie auf einem Kassenbon.
- Gemeinsame Regeln. Rabattstufen, Arbeitszeit-Aufschlag und Preisgruppen gelten für alle gleich.
- Weiterverwendung. Das Ergebnis fließt in Etikett, Kundenhistorie und Auswertung, statt abgetippt zu werden.
Der Ablauf in vier Schritten
- Artikel hinzufügen. Über die Suche oder per EAN-Scan landen Blumen, Grün und Zubehör im Warenkorb. Mit Plus und Minus stellst du die Stückzahl ein.
- Anzahl Sträuße festlegen. Bindest du mehrere gleiche Sträuße, gibst du die Anzahl an. Der Kalkulator teilt das Material auf die Sträuße auf.
- Kalkulation prüfen. Material gesamt, Mengenrabatt, Material je Strauß, Arbeitszeit und der berechnete Preis erscheinen als Rechnung.
- Preis wählen und abschließen. Aufrunden, eine Preisgruppe tippen oder frei anpassen. Dann den Strauß abschließen oder als Entwurf speichern.
Das Beispiel mit realistischen Zahlen findest du auf der Seite zur Straußkalkulator Software.
Arbeitszeit richtig einpreisen
Arbeitszeit ist der Posten, der in Blumenläden am häufigsten untergeht. FlowerTag bietet dir dafür einen Arbeitszeit-Aufschlag: entweder als festen Betrag je Strauß oder als Prozentsatz auf das Material. Der feste Betrag ist einfach zu kommunizieren („jeder Strauß bekommt 8 € Arbeit“), der Prozentsatz skaliert mit der Größe des Straußes. Welche Variante besser passt, hängt von deinem Sortiment ab: Wer überwiegend ähnlich große Sträuße bindet, fährt mit dem Festbetrag gut. Wer von der kleinen Handvoll bis zum Großstrauß alles anbietet, ist mit dem Prozentwert näher an der Realität.
Mengenrabatt verständlich erklärt
Der Mengenrabatt ist die vielleicht am häufigsten missverstandene Funktion. Er richtet sich nach der Gesamtstielzahl der Kalkulation und wirkt auf das Material, nicht auf den Arbeitszeit-Aufschlag. Standardstufen: 5 % ab 5 Stielen, 10 % ab 10 Stielen, 15 % ab 20 Stielen. Das Prinzip stammt aus dem Einkauf: Wer mehr abnimmt, bekommt bessere Preise, und diesen Vorteil gibst du in der Kalkulation teilweise an die Kundschaft weiter.
| Gesamtstiele | Rabatt auf Material | Beispiel: Material 30 € |
|---|---|---|
| bis 4 | 0 % | 30,00 € |
| 5 bis 9 | 5 % | 28,50 € |
| 10 bis 19 | 10 % | 27,00 € |
| ab 20 | 15 % | 25,50 € |
Wenn dein Laden anders arbeitet, passt du die Stufen in den Einstellungen an oder setzt sie auf null.
Preisgruppen und Rundung
Nach der Berechnung rundest du auf 50 Cent oder einen vollen Euro auf oder tippst eine Preisgruppe an. So landen Sträuße auf den Preisstufen, die du im Laden führst, zum Beispiel 15, 20, 25, 30 oder 35 €. Die Gruppe, die dem berechneten Preis am nächsten liegt, trägt den Hinweis „Empfohlen“. Es bleibt deine Entscheidung: Du kannst jederzeit einen freien Preis eintippen.
Was nach der Kalkulation passiert
Abgeschlossene Sträuße landen in der Übersicht der produzierten Sträuße und in der Auswertung. Dort siehst du, wie viele Sträuße pro Person und Zeitraum entstanden sind, welchen Umsatz sie erzeugt haben und welche Prämien daraus folgen. Mehr dazu auf der Seite Prämien für Floristinnen. Wer Hochzeiten und Events kalkuliert, findet Besonderheiten im Beitrag zu Hochzeitsblumen kalkulieren.