Disposition klingt nach Konzern, ist im Blumenladen aber schlicht die Frage: „Was bestelle ich diese Woche?“ Die Antwort bestimmt, wie viel Ware verkauft wird und wie viel im Eimer landet. Blumen sind Frischware, jede Fehlentscheidung kostet unmittelbar Geld. Eine strukturierte Disposition im Blumenladen verbindet Erfahrung mit Daten: Was lief in ähnlichen Wochen, was steht an, was ist noch da?
Die Grundfragen jeder Disposition
- Was ist noch auf Lager, und was davon ist bis zum Verkauf noch frisch genug?
- Was steht an: Feiertage, Hochzeiten, Events, Abos, feste Kundenbestellungen?
- Wie war der Umsatz in vergleichbaren Wochen, und wie hat das Wetter gewirkt?
- Welche Lieferanten und Einkaufseinheiten kommen infrage?
- Wie verteilt sich der Bedarf auf die Filialen?
Je mehr dieser Fragen du mit Daten beantworten kannst, desto weniger bleibt dem Bauchgefühl überlassen.
Welche Daten FlowerTag für die Disposition bündelt
- Bestand und Mindestbestand aus der Bestandserfassung, inklusive Warnungen für Artikel unter Mindestmenge.
- Kundenaufträge mit Terminen, damit Bestellungen und Events im Einkauf berücksichtigt werden.
- Verkaufsdaten aus der Kassenanbindung oder dem Import als Grundlage für Vergleiche.
- Auswertungen zu Umsatz, Artikeln, Filialen, Verlusten und Wetter, um Muster zu erkennen.
Ein praktischer Wochenablauf
- Montag: Rückblick. Was wurde in der Vorwoche verkauft, was blieb liegen? Die Auswertung zeigt Umsatz und Verluste nach Artikel.
- Vor dem Einkauf: Dispo anlegen. Datum und Filiale(n) wählen, Artikel hinzufügen, Mengen eintragen. Bestandswarnungen helfen, nichts zu vergessen.
- Am Stand: Preise prüfen. Einkaufspreise am Artikel aktualisieren, wenn sie sich geändert haben. Die Summen in der Dispo passen sich an.
- Nach dem Einkauf: Lieferliste. Lieferlisten je Filiale ausgeben und die Ware entsprechend aufteilen.
- Im Laden: Etiketten. Neue Preise über den Druckkorb als Preisschilder drucken.
Wetter und Saison einbeziehen
Blumen verkaufen sich nicht gleichmäßig. Sonnige Wochenenden bringen anderes Geschäft als regnerische Montage. FlowerTag verknüpft Tagesumsätze mit Wetterdaten und zeigt, wie Temperatur und Niederschlag zusammenhängen, sofern du Verkaufsdaten importierst oder anbindest. Das ersetzt keine Erfahrung, hilft aber, sie zu überprüfen.
Disposition mit mehreren Standorten
Wer mehrere Läden führt, braucht für jeden Standort eine eigene Menge, will aber einmal einkaufen. Die gemeinsame Dispo löst das: Eine Tabelle, Spalten je Filiale, Lieferlisten je Standort. Details auf der Seite Filialen im Blumenladen verwalten und bei der Disposition-Software für Floristen.
Kennzahlen, die dir bei der Disposition helfen
- Umsatz nach Artikel und Zeitraum: Welche Artikel tragen, welche liegen?
- ABC-Analyse: Zeigt, welche Artikel den größten Anteil am Umsatz machen und deshalb besonders sorgfältig disponiert werden sollten.
- Verluste: Welche Artikel werden regelmäßig reduziert oder vernichtet?
- Filialvergleich: Wo verkauft sich was besser?
Saisonale Dispo: Spitzen vorbereiten
Die großen Termine im Blumenjahr verlangen Vorlauf. Gute Vorbereitung beginnt Wochen vorher: Menge und Sortiment aus dem Vorjahr als Referenz nehmen, Einkaufspreise früh prüfen, Zusatzpersonal planen. Konkrete Hilfen findest du unter Valentinstag, Muttertag und Weihnachten.
Fehler, die du vermeiden kannst
- Zu spät disponieren und Preisspitzen mitnehmen. Mehr dazu auf der Seite Valentinstag vorbereiten.
- Mengen ohne Rückblick festlegen, statt aus archivierten Dispos zu lernen.
- Ware ohne Plan an Filialen verteilen und später umlagern müssen.
- Verluste nicht erfassen und damit nicht erkennen, welche Artikel regelmäßig zu viel bestellt werden. Dazu mehr in Schwund im Blumenladen reduzieren.