Unter Warenwirtschaft versteht man alles, was mit dem Weg der Ware zu tun hat: Einkauf, Lagerung, Verkauf, Schwund und die Zahlen dazu. In einem Schuhgeschäft ist das überschaubar, weil Schuhe nicht welken. Im Blumenladen kommt eine Zeitachse hinzu: Jede Blume hat ein Verfallsdatum, das nicht auf der Verpackung steht. Das verändert, was eine Warenwirtschaft leisten muss.
FlowerTag ist keine klassische Warenwirtschaft mit Buchhaltungsanbindung, deckt aber die Teile ab, die im Blumenladen den Unterschied machen: Artikelstamm, Disposition, Bestandserfassung, Schwund und Auswertung.
Der Artikelstamm: Basis für alles
Jede Auswertung ist nur so gut wie die Stammdaten. Im Artikelstamm legst du für jede Ware Name, Artikelnummer, Barcode (EAN), Warengruppe, Einheit, Einkaufs- und Verkaufspreis, Lieferant und Mindestbestand fest. Ein Import per CSV spart Arbeit beim Start, Preise können je Filiale abweichen, und eine Preishistorie zeigt, wann sich Werte geändert haben. Für den Etikettendruck ergänzt du optional Pflegehinweise, Bilder und Fragen, die über einen QR-Code öffentlich abrufbar sind, siehe QR-Code am Preisschild.
- Einheiten: Stiel, Bund, Kiste, Wanne: Einkaufs- und Verkaufseinheiten lassen sich getrennt führen.
- Warengruppen: Kategorien und Unterkategorien strukturieren das Sortiment und die Dispo.
- Lieferanten: Pro Artikel hinterlegt, damit Listen nach Lieferant ausgegeben werden können.
Einkauf: Dispo statt Zettel
Der Einkauf läuft in FlowerTag über die Disposition. Du planst Mengen je Filiale, siehst EK-Einsatz und VK-Wert und erzeugst Lieferlisten. Abgeschlossene Dispos wandern ins Archiv und dienen als Referenz für die nächste Planung. Beim Wareneingang gleichst du ab, was geliefert wurde, und pflegst bei Abweichungen den Bestand. Probleme mit Lieferanten dokumentierst du in den Reklamationen.
Bestand: Erfassen statt schätzen
Bestandserfassung heißt im Blumenladen nicht, jede Blume zu zählen, sondern verlässliche Richtwerte zu haben. Mit der Kamera am iPad scannst du Barcodes oder wählst Artikel aus und trägst Mengen ein. Eine Erfassung wird abgeschlossen und archiviert. Liegt ein Artikel unter Mindestbestand, erscheint ein Hinweis, und eine eigene Ansicht fasst die Bestandswarnungen zusammen. Details: Bestandserfassung per App.
Schwund: Verluste sichtbar machen
Was nicht verkauft wird, verschwindet nicht von selbst. Im Pro-Tarif dokumentierst du Preisreduzierungen und Warenvernichtungen mit Artikel, Menge und Grund. Reduzierte Ware bekommt ein eigenes Etikett. Die Auswertung „Verluste“ zeigt, welche Artikel am meisten betroffen sind. Daraus lassen sich Einkaufsmengen und Preise ableiten, ausführlich auf der Seite Schwund im Blumenladen reduzieren.
Verkauf: Kasse, Shop und Bestellungen
Der Verkauf an der Ladentheke läuft über deine Kasse. FlowerTag nimmt Verkaufsdaten per Tillhub-Anbindung oder per CSV- beziehungsweise Excel-Import auf und kann Shopify-Bestellungen als Kundenaufträge übernehmen. Eigene Bestellungen, Events und Abos verwaltest du direkt in der App. Ein Überblick liegt auf der Seite Ergänzung zum Kassensystem.
Auswertung: Zahlen, die entscheiden helfen
Die Auswertung bündelt Umsatz und Verkauf, Artikel, Filialen, Bestand, Verluste, ABC-Analyse, Mitarbeiter, Wetter sowie Sträuße und Prämien. Die Margen-Ampel vergleicht die tatsächliche Marge mit deiner Zielmarge. So entdeckst du Abweichungen, bevor sie sich im Jahresabschluss zeigen. Mehr: Auswertung für Blumenfachgeschäfte.
Was FlowerTag nicht ist
FlowerTag ersetzt keine Finanzbuchhaltung und keine zertifizierte Kasse. Rechnungen an Lieferanten und die steuerliche Buchführung laufen weiter in deinem Buchhaltungssystem. Der Nutzen liegt in der operativen Seite: Einkauf planen, Preise setzen, Bestand pflegen, Verluste erkennen.