Warenwirtschaft Floristik

Warenwirtschaft für die Floristik: aus Rohware wird Werkstück.

Floristik ist Handwerk mit verderblicher Ware. FlowerTag führt Rohware, Kalkulation, Arbeitszeit, Aufträge und Prämien in einem System, damit aus Blumen im Einkauf ein Strauß mit sauberem Preis wird.

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FlowerTag Straußkalkulator auf dem Tablet mit Material, Arbeitszeit und Verkaufspreis
Rohwarebis Werkstück in einem System
StraußkalkulatorMaterial, Mengenrabatt, Arbeitszeit
Prämiepro gebundenem Strauß
ab 49 €pro Monat, monatlich kündbar

Wer Blumen verkauft, verkauft selten nur Ware. Du kaufst Rosen, Grün und Zubehör ein und machst daraus Sträuße, Gestecke und Aufträge. Dieser Schritt vom Rohmaterial zum Werkstück entscheidet darüber, ob dein Laden Geld verdient: Jede Minute Arbeitszeit, jeder Stiel Verschnitt und jeder Cent Einkaufspreis gehört in die Kalkulation.

Diese Seite erklärt, wie Warenwirtschaft in der Floristik funktioniert, worin sie sich vom normalen Handel unterscheidet und wie du sie Schritt für Schritt aufbaust. Mit Rechenbeispielen, Checklisten und einem Einführungsplan für die ersten vier Wochen.

Was Warenwirtschaft in der Floristik wirklich bedeutet

Warenwirtschaft heißt im Handel: Ware kaufen, lagern, verkaufen und alle Zahlen dazu im Blick behalten. In der Floristik kommt ein zweiter Schritt dazu, den ein klassischer Händler nicht kennt. Du verkaufst selten die Ware, wie sie geliefert wurde. Du verarbeitest sie. Aus zehn Rosen, drei Zweigen Eukalyptus, Schnittgrün, Papier und Band wird ein Strauß. Aus Tannengrün, Kerzen und Dekoration wird ein Adventsgesteck. Aus einem Auftrag der Familie wird ein Trauerkranz.

Warenwirtschaft Floristik bezeichnet die systematische Verwaltung von Rohware (Schnittblumen, Grün, Pflanzen, Zubehör), ihrer Verarbeitung zu Werkstücken (Sträuße, Gestecke, Kränze, Aufträge) und der Kosten, Zeiten und Erlöse, die dabei entstehen.

Dieser zweite Schritt, vom Rohmaterial zum Werkstück, ist der Grund, warum viele Standardprogramme im Blumenladen schnell an ihre Grenzen kommen. Eine normale Warenwirtschaft kennt einen Artikel mit einem Einkaufspreis, einem Verkaufspreis und einem Bestand. In der Floristik hat ein Strauß keinen festen Einkaufspreis. Er setzt sich aus vielen Einzelteilen zusammen, die sich täglich im Preis ändern können, und er enthält Arbeitszeit, die bezahlt werden muss.

Auf dieser Seite gehen wir den Weg entlang, den deine Ware nimmt: vom Artikelstamm über die Kalkulation und die Arbeitszeit bis zu Aufträgen, Prämien und Kennzahlen. Du bekommst Rechenbeispiele, Checklisten und konkrete Schritte für die Einführung. Das Wissen gilt unabhängig davon, womit du später arbeitest. Wo FlowerTag es dir abnimmt, sagen wir das ehrlich dazu.

  • Handel: Ware rein, Ware raus. Der Wert liegt im Einkauf und im Verkauf.
  • Handwerk: Ware rein, Werkstück raus. Der Wert entsteht zusätzlich durch Können und Zeit.
  • Floristik: beides gleichzeitig, mit verderblicher Ware und tagesaktuellen Preisen.
FlowerTag Artikeldatenbank auf dem iPad im Blumenladen, Artikel mit Einheit, Preis und Lieferant

Rohware sauber im Artikelstamm führen

Alles beginnt mit dem Artikelstamm. Er ist die Liste aller Dinge, die du einkaufst und verarbeitest. Wer hier sauber arbeitet, spart später an jeder Stelle Zeit. Wer hier schlampt, rechnet sich jede Kalkulation falsch.

Eine Sorte, eine Einheit, ein Eintrag

Eine Rose ist nicht einfach eine Rose. Sorte, Farbe, Stiellänge und Herkunft entscheiden über den Preis. Lege deshalb pro Sorte und Länge einen eigenen Artikel an, statt „Rosen“ als Sammelposten zu führen. Nur dann stimmen Einkaufspreis, Verkaufspreis und Bestand zusammen. Gleiches gilt für Topfpflanzen, Vasen oder Kerzen: Jede Variante, die einen anderen Preis hat, bekommt einen eigenen Eintrag.

Einkaufseinheit und Verkaufseinheit trennen

Im Großhandel kaufst du in Bunden, Kisten oder Gebinden. Im Strauß verarbeitest du Stiele. Dazwischen liegt eine Umrechnung: Ein Bund Rosen sind zehn Stiele, ein Bund Eukalyptus vielleicht fünf Zweige. Die Software muss diese Umrechnung kennen, sonst rechnest du jedes Mal im Kopf und machst Fehler, wenn es hektisch wird.

  • Einkaufseinheit: Bund, Kiste, Tray, Topf. Das, was auf der Rechnung des Lieferanten steht.
  • Verwendungseinheit: Stiel, Zweig, Stück. Das, was du im Strauß verarbeitest.
  • Umrechnungsfaktor: wie viele Stiele ein Bund hat. Einmal pflegen, überall nutzen.

Pflichtfelder, die sich lohnen

Für den Alltag reichen wenige Felder, aber die müssen stimmen: Artikelname, Warengruppe, Einheit, Einkaufspreis, Verkaufspreis, Lieferant und möglichst ein EAN-Code für den Scan. Alles Weitere, etwa Herkunft, Farbe oder Saison, hilft bei der Auswertung. Wenn du neu anfängst, importierst du am besten eine bestehende Liste aus Excel und räumst sie einmal auf, statt von null zu beginnen.

Mehr dazu, wie sich ein Blumenladen strukturiert aufstellt, findest du in unserem Überblick zur Warenwirtschaft im Blumenladen und in der Anleitung zur Lagerverwaltung für Floristen.

FlowerTag Straußkalkulator auf dem Tablet mit Blumenliste, Material, Arbeitszeit und Verkaufspreis

Vom Rohmaterial zum Werkstück: die Kalkulation

Ein Werkstück ist alles, was du aus Rohware herstellst und verkaufst. Damit du es richtig bepreist, brauchst du eine Art Rezept: Welche Teile stecken drin, in welcher Menge, zu welchem Preis? Die Kalkulation rechnet das zusammen und ergänzt, was in keiner Einkaufsrechnung steht, nämlich Verschnitt, Arbeitszeit und deinen Gewinnaufschlag.

Das folgende Beispiel ist ein Rechenbeispiel zur Veranschaulichung. Die Zahlen sind angenommen und keine Richtwerte für deinen Laden.

Beispiel: gemischter Strauß, Kalkulation in Schritten

10 Rosen zu 0,95 € Einkauf9,50 €
3 Zweige Eukalyptus zu 0,60 €1,80 €
4 Stiele Schnittgrün zu 0,35 €1,40 €
Verpackung (Papier, Band)1,20 €
Materialeinsatz zum Einkaufspreis13,90 €
plus 8 % Verschnitt auf die Blumen+ 0,93 €
plus Arbeitszeit, 12 Minuten bei 24 € pro Stunde+ 4,80 €
Selbstkosten19,63 €
Verkaufspreis bei 2,4-fachem Aufschlag auf Material und Verschnitt plus Arbeitszeitca. 39,90 €

Annahmen: Einkaufspreise netto, Verschnitt und Stundensatz frei gewählt. Prüfe den Preis zusätzlich gegen deinen Markt und runde auf einen Preis, der zu deinem Laden passt.

Du siehst: Das Material macht nur etwa zwei Drittel der Selbstkosten aus. Wer nur die Blumen zählt, verkauft Arbeitszeit und Verschnitt verschenkt. Genau das passiert in vielen Läden jeden Tag, ohne dass es auffällt.

Wie FlowerTag die Kalkulation übernimmt

Im Straußkalkulator von FlowerTag tippst du die Blumen an, trägst die Stückzahl ein und bekommst den Preis. Der Kalkulator rechnet Material, einen Mengenrabatt nach Gesamtstielzahl und einen Arbeitszeit-Aufschlag zusammen und schlägt dir Preisgruppen vor. Die Stufen und der Aufschlag sind einstellbar, damit sie zu deinem Laden passen. Jeder Artikel bringt seinen aktuellen Preis aus der Artikeldatenbank mit, ändert sich ein Preis, rechnet die nächste Kalkulation mit dem neuen Wert.

Wie genau das funktioniert, zeigt die Seite zur Straußkalkulator Software. Allgemeine Grundlagen findest du bei Kalkulation im Blumenladen.

Arbeitszeit sichtbar machen und in den Preis rechnen

Die häufigste Kalkulationslücke in der Floristik ist die Arbeitszeit. Sie ist unsichtbar, weil niemand sie stoppt, und sie ist teuer, weil sie bei jedem Werkstück anfällt. Ein Strauß, der zwölf Minuten Bindezeit braucht, kostet bei 24 Euro Stundensatz fast fünf Euro, bevor die erste Blume bezahlt ist. Bei einem aufwendigen Brautstrauß oder einem Trauergesteck reden wir schnell von mehreren Stunden.

So findest du deine Zeiten

  1. Wähle fünf bis zehn typische Werkstücke aus deinem Sortiment, zum Beispiel Handstrauß klein, mittel, groß, Gesteck, Schale.
  2. Stoppe eine Woche lang bei jedem dieser Werkstücke die reine Arbeitszeit, inklusive Zuschnitt und Verpacken, aber ohne Kundengespräch.
  3. Bilde je Werkstück einen Durchschnitt und trage ihn als Richtzeit ein.
  4. Lege einen Stundensatz fest, der Lohn, Lohnnebenkosten und einen Anteil an den Fixkosten deckt.

Der Stundensatz ist keine Zahl, die dir jemand vorgibt. Er hängt davon ab, was dein Betrieb tragen muss: Miete, Strom, Kasse, Versicherungen, Lohn. Sprich bei Unsicherheit mit deiner Steuerberatung. FlowerTag ersetzt weder Betriebswirtschaft noch Steuerberatung, es hält deine Annahmen fest und rechnet konsequent damit.

Fester Betrag oder Prozentsatz?

Es gibt zwei übliche Wege, Arbeitszeit in den Preis zu bringen. Ein fester Betrag je Werkstück ist einfach und für gleichartige Sträuße sehr gut geeignet. Ein Prozentsatz auf das Material passt besser, wenn die Werkstücke sehr unterschiedlich groß sind, weil mehr Material meist auch mehr Arbeit bedeutet. Der Straußkalkulator in FlowerTag unterstützt beide Varianten, du entscheidest, was zu deinem Sortiment passt.

Hinweis: Alle Beispielwerte auf dieser Seite sind Annahmen zur Veranschaulichung. Dein Laden, deine Lage und dein Kundenkreis bestimmen die richtigen Zahlen.

Floristin bindet an der Werkbank einen Strauß aus Rosen, Eukalyptus und Schnittgrün

Verschnitt, Reste und Kleinmaterial nicht vergessen

Zwischen dem, was du einkaufst, und dem, was im Strauß landet, liegt Verschnitt. Stiele werden eingekürzt, Blätter entfernt, einzelne Blüten sind bei der Lieferung beschädigt. Dazu kommt Kleinmaterial: Draht, Band, Folie, Wasserbeutel, Frischhaltemittel, Visitenkarte, Karte mit Spruch. Jedes einzelne Teil kostet wenig, in Summe sind es oft mehrere Prozent deines Umsatzes.

Verschnitt als Prozentsatz führen

Der einfachste Weg ist ein Pauschalaufschlag auf die Blumen, getrennt nach Warengruppen. Rosen und Tulpen haben wenig Verschnitt, Grün und Zweige mehr. Beobachte einige Wochen, wie viel Ware am Ende unverkäuflich bleibt, und setze den Prozentsatz nicht höher als nötig an. Ein zu hoher Aufschlag macht deine Preise unattraktiv, ein zu niedriger frisst deine Marge.

Kleinmaterial als eigene Artikel

Lege Verpackung und Zubehör als Artikel an und rechne sie im Werkstück mit ab. So siehst du später in der Auswertung, was Band und Papier wirklich kosten, statt es im allgemeinen Wareneinsatz zu verlieren. Für Sträuße, die immer gleich verpackt werden, reicht ein Pauschalbetrag.

  • Verschnitt je Warengruppe schätzen und nach vier Wochen prüfen
  • Verpackung und Zubehör als eigene Artikel führen
  • Reste weiterverwenden, zum Beispiel für Gestecke oder Kleinsträuße zum Sofortverkauf
  • Unverkäufliches nicht still entsorgen, sondern als Schwund erfassen, damit du Muster erkennst

Wie du Verluste systematisch erfasst und auswertest, beschreibt die Seite Schwund im Blumenladen reduzieren. Eine Aufstellung, die das Thema Frische und Zeit in den Mittelpunkt stellt, findest du unter Warenwirtschaft für Blumen.

Leistung und Prämien fair messen

Wo Handwerk ist, gibt es Unterschiede in Tempo, Geschmack und Erfahrung. Viele Betriebe möchten gute Arbeit belohnen, scheitern aber an der Messung: Eine Strichliste am Bindetisch kostet Zeit und führt am Monatsende zu Diskussionen. Eine Prämie funktioniert nur, wenn sie transparent und nachvollziehbar ist.

In FlowerTag hat jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter einen festen Prämienbetrag pro gebundenem Strauß. Wird ein Strauß im Kalkulator gespeichert, wird Person und Betrag mit abgelegt. Später zeigt die Auswertung, wie viele Sträuße jede Person gebunden hat und welche Prämie daraus folgt. Die Prämie ändert den Verkaufspreis nicht, sie ist eine interne Größe.

  • Prämie pro Person einstellbar, auch unterschiedlich nach Erfahrung
  • Betrag wird beim Speichern eingefroren, spätere Änderungen verändern alte Sträuße nicht
  • Auswertung nach Zeitraum, Person und Umsatz
  • Keine Strichliste, keine Nachzählung am Monatsende

Wichtig: Die Software liefert Zahlen, sie ersetzt keine Lohnbuchhaltung. Wie eine Prämie steuer- und arbeitsrechtlich zu behandeln ist, klärst du mit Steuerberatung oder Lohnbüro. Wie ein Prämienmodell im Team eingeführt wird, ohne Unruhe zu erzeugen, steht auf der Seite Prämien für Floristinnen.

Floristin berät eine Kundin im Blumenladen zu einem individuellen Auftrag

Aufträge als Werkstücke: Trauer, Hochzeit und Abo

Nicht alles, was du herstellst, steht im Schaufenster. Ein großer Teil des Umsatzes in vielen Blumenläden kommt aus Aufträgen: Trauerfloristik, Hochzeiten, Firmenkunden, Abos. Hier ist das Werkstück individuell, der Preis wird vereinbart, die Lieferung terminiert. Gerade bei diesen Aufträgen entscheidet die Kalkulation darüber, ob sich die Arbeit lohnt.

Was ein guter Auftrag enthält

  • Kunde, Anlass, Termin und Lieferadresse auf einen Blick
  • Wünsche und Farben, am besten mit Bild
  • vereinbarter Preis und die dahinterliegende Kalkulation
  • Auftragszettel für die Werkstatt, damit niemand nachfragen muss
  • Status: angefragt, bestätigt, in Arbeit, geliefert oder abgeholt

FlowerTag verwaltet Kundenbestellungen mit Abholung oder Lieferung, versendet Bestätigungen und liefert der Werkstatt den Auftragszettel. Für Hochzeiten und Trauerfälle gibt es eigene Hinweise zur Kalkulation, damit Material, Arbeitszeit und Anfahrt nicht untergehen: Trauerfloristik kalkulieren, Hochzeitsblumen kalkulieren und die Kundenbestellungen im Blumenladen.

Ein Wort zur Rechnung: FlowerTag hat bewusst kein eigenes Rechnungsmodul. Die Rechnungsstellung läuft in einem externen Tool, FlowerTag liefert die Daten dafür. Das hält dich auf der sicheren Seite bei Pflichtangaben und E-Rechnung.

Saisonspitzen: Werkstücke vorausplanen

Muttertag, Valentinstag, Advent, Allerheiligen: In diesen Wochen werden aus Alltagsmengen plötzlich Hunderte Werkstücke. Wer hier ohne Plan arbeitet, kauft zu viel oder zu wenig ein und bindet unter Zeitdruck. Eine Warenwirtschaft für die Floristik hilft, die Spitzen von hinten zu planen.

  1. Absatz schätzen: Wie viele Werkstücke welcher Art hast du im letzten Jahr verkauft? Starte mit diesen Zahlen und passe sie an.
  2. Rezeptur festlegen: Lege für die Standardwerkstücke eine feste Zusammenstellung fest, damit Einkauf und Binden planbar werden.
  3. Material hochrechnen: Menge je Werkstück mal geplante Stückzahl ergibt den Bedarf je Artikel.
  4. Bestellung vorbereiten: Die Disposition bündelt den Bedarf nach Lieferant und Liefertag.
  5. Zeit einplanen: Arbeitszeit je Werkstück mal Stückzahl zeigt, ob ihr es mit dem Team schafft oder Aushilfen braucht.

Konkrete Planungshilfen für die großen Termine: Muttertag planen, Valentinstag vorbereiten, Adventskranz kalkulieren und Weihnachten: Disposition.

FlowerTag Auswertung auf dem MacBook mit Umsatz, Deckungsbeitrag und Verlusten

Kennzahlen, die in der Floristik wirklich zählen

Wer Werkstücke herstellt, braucht andere Kennzahlen als ein reiner Händler. Fünf davon reichen, um den Betrieb zu steuern.

  • Deckungsbeitrag je Werkstück: Verkaufspreis minus Material, Verschnitt und Arbeitszeit. Er zeigt, was am Ende hängen bleibt.
  • Materialquote: Anteil des Materials am Verkaufspreis. Steigt sie, ist die Kalkulation veraltet oder der Einkauf teurer geworden.
  • Schwundquote: Anteil der Ware, die verkauft werden konnte oder entsorgt werden musste.
  • Umsatz pro Arbeitsstunde: zeigt, ob viel Arbeit auch viel Ertrag bringt.
  • Anzahl Werkstücke je Person: Grundlage für Prämien und Einsatzplanung.

Die Auswertung in FlowerTag fasst Umsatz, Deckungsbeitrag, Verluste und Prämien je Filiale zusammen. Du schaust einmal die Woche zehn Minuten drauf und entscheidest, wo du nachsteuerst. Details dazu findest du unter Auswertung im Blumenfachgeschäft.

In sieben Schritten zur Warenwirtschaft für die Floristik

Die Umstellung gelingt, wenn du in kleinen Schritten vorgehst und nicht alles am ersten Tag perfekt haben willst.

  • Tag 1Konto anlegen, Filiale und Mitarbeitende einrichten, Artikelliste aus Excel importieren oder die wichtigsten 50 Artikel anlegen.
  • Tag 2Einheiten und Umrechnung prüfen: Bund, Stiel, Stück. Einkaufs- und Verkaufspreise ergänzen.
  • Tag 3Straußkalkulator einstellen: Mengenrabatt, Arbeitszeit-Aufschlag, Preisgruppen. Die fünf häufigsten Sträuße nachrechnen.
  • Woche 1Erste Disposition mit FlowerTag erstellen und an Lieferanten schicken. Preisschilder aus dem Druckkorb drucken.
  • Woche 2Bestand der wichtigsten Artikel per iPad zählen. Mindestbestände festlegen.
  • Woche 3Aufträge und Kundenbestellungen im System führen. Auftragszettel nutzen.
  • Woche 4Erste Auswertung ansehen: Deckungsbeitrag, Schwund, Prämien. Annahmen anpassen.

Die meisten Läden sind nach etwa einer Woche im Alltag angekommen. Du testest 14 Tage kostenlos und ohne Kreditkarte, danach ist jeder Tarif monatlich kündbar. Die Tarife im Überblick: Preise und Tarife.

Zettel, Excel oder Software: ein ehrlicher Vergleich

Excel und Zettel sind keine schlechten Werkzeuge, solange der Betrieb klein ist. Die Frage ist, wann der Aufwand das Ergebnis übersteigt.

KriteriumZettel und ExcelKassen-WarenwirtschaftFlowerTag
Rohware mit Einheiten (Bund → Stiel)von Hand, fehleranfälligselten vorgesehenArtikelstamm mit Einheiten
Strauß aus Einzelteilen kalkuliereneigene Formeln nötigmeist nicht möglichStraußkalkulator
Arbeitszeit im Preisnur wenn du sie einbaustneinAufschlag einstellbar
Prämien pro StraußStrichlisteneinautomatisch aus dem Kalkulator
Disposition mit Lieferanten-PDFTabellen, händischeingeschränktja
Preisschilder aus ArtikeldatenWord oder Handschriftteilsja, mit QR, Barcode, Grundpreis
Mehrere Filialenmehrere Dateienje nach Systemja
Kassierenneinjanein, dafür bleibt deine Kasse

Allgemeine Einordnung, keine Bewertung einzelner Anbieter. FlowerTag ist keine Kasse und ersetzt keine Buchhaltung.

Wenn du bereits eine Kasse hast, bleibst du dabei. FlowerTag ergänzt sie um alles, was vor und nach dem Kassieren passiert. Das Zusammenspiel beschreibt Floristik-Software ohne Kassensystem.

Was eine Floristik-Warenwirtschaft nicht ersetzt

Gute Software sagt, wo sie aufhört. FlowerTag ist eine Betriebssoftware für Blumenläden, kein Allroundprogramm.

  • Keine Kasse: Kassiert wird weiter an deiner Kasse. Mit dem Tarif Pro lassen sich Kassendaten anbinden, zum Beispiel über Tillhub.
  • Keine Rechnungsstellung: Rechnungen schreibst du in einem externen Tool wie lexoffice oder sevDesk. FlowerTag liefert die Abrechnungsdaten.
  • Keine Finanz- und Lohnbuchhaltung: Zahlen aus der Auswertung gibst du an Steuerberatung und Lohnbüro weiter.
  • Keine Rechtsberatung: Hinweise auf dieser Seite sind allgemein gehalten.

Dafür bekommst du genau das, was im Blumenladen täglich gebraucht wird: Einkauf planen, Sträuße kalkulieren, Preisschilder drucken, Aufträge verwalten, Verluste messen und Teams fair bezahlen. Der Gründer Torge Meyer ist im Blumenhandel aufgewachsen und hat selbst einen Betrieb mit mehreren Filialen in Hamburg geführt. Die Software ist aus dieser Praxis entstanden.

Häufige Fragen

Warenwirtschaft in der Floristik verwaltet nicht nur Einkauf, Bestand und Verkauf, sondern auch die Verarbeitung von Rohware zu Werkstücken wie Sträußen, Gestecken und Aufträgen. Dazu gehören Kalkulation, Arbeitszeit, Verschnitt und Prämien.

Addiere das Material zu Einkaufspreisen, rechne Verschnitt und Verpackung dazu, ergänze die Arbeitszeit mit einem Stundensatz und wende deinen Aufschlag an. FlowerTag erledigt das im Straußkalkulator mit Mengenrabatt, Arbeitszeit-Aufschlag und Preisgruppen.

Entweder als festen Betrag je Werkstück oder als Prozentsatz auf das Material. Stoppe dafür eine Woche lang die Bindezeit typischer Werkstücke und wähle einen Stundensatz, der Lohn und Fixkosten deckt.

Führe den Verschnitt als Prozentsatz je Warengruppe und prüfe ihn nach einigen Wochen. Erfasse Unverkäufliches als Schwund, damit du Muster erkennst und die Bestellmengen anpassen kannst.

Ja. In FlowerTag hat jede Person einen festen Prämienbetrag pro gebundenem Strauß. Die Auswertung zeigt, wie viele Sträuße gebunden wurden und welche Prämie daraus folgt. Die Lohnabrechnung bleibt bei deiner Steuerberatung oder dem Lohnbüro.

Für sehr kleine Läden mit wenigen Artikeln reicht Excel eine Zeit lang. Sobald mehrere Personen einkaufen, Preise sich oft ändern oder du Prämien, Aufträge und mehrere Filialen führst, lohnt sich eine spezialisierte Software.

Nein. FlowerTag ergänzt deine Kasse um Einkauf, Kalkulation, Preisschilder, Aufträge und Auswertung. Mit dem Tarif Pro lassen sich Kassendaten anbinden.

Ja, über eine CSV- oder Excel-Vorlage. Räume die Liste vorher einmal auf und lege Einheiten und Umrechnungen sauber an.

Die Tarife beginnen bei 49 € im Monat (Solo), Starter kostet 79 €, Pro 199 €. Dazu kommt der Tarif Preisschilder für 29 € ohne Warenwirtschaft. Alle Preise netto zuzüglich Mehrwertsteuer, monatlich kündbar, 14 Tage kostenlos testen.

Die meisten Betriebe sind nach etwa einer Woche im Alltag angekommen. Du startest mit den wichtigsten Artikeln und erweiterst Schritt für Schritt.

Von Torge Meyer, Gründer von FlowerTag. Aufgewachsen im Blumenhandel, mit bis zu acht Filialen in Hamburg. Stand: Oktober 2026.

Dein Strauß verdient einen sauberen Preis.

Straußkalkulator, Disposition und Auswertung in einer Software. 14 Tage kostenlos, ohne Kreditkarte.

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